Vorgeschichte zum Projekt

Zur Geschichte der Philipp Holzmann AG

Das traditionsreiche Bauunternehmen hat eine über 150-jährige Geschichte, die in folgendem teilweise online verfügbaren Buch behandelt wird:

Pohl, Manfred: Philipp Holzmann. Geschichte eines Bauunternehmens 1849 – 1999. München: Beck, 1999, S. 189 ff. (Online verfügbar in Google bücher)

Zur Entstehung des Bestandes

Der Dipl.-Ing. Johannes Marx, Bauingenieur, war bei der Philipp Holzmann AG  für die „Technische Werbung“ verantwortlich. Zu den Aufgaben dieser Abteilung gehörte die Bilddokumentation und die Herausgabe der Hauszeitschrift. Die Abteilung hatte für die Bilddokumentation zwei Fotografen angestellt.

Dokumentiert wurden nicht alle Projekte, sondern nur die wesentlichen:  Auslandsprojekte, große oder technisch interessante Projekte.

Was ursprünglich außer den Fotos noch an Projektunterlagen da war:

  • Planarchiv  (verschollen)
  • Zeichnungsarchiv
  • Schriftgutunterlagen (durch Insolvenzverwalter entsorgt)
  • Dokumentarfilme (wurden z. B. auf dem Bautechnik-Tag gezeigt, Themen: Leuchttürme an der Weser, U-Bahn-Bau Berlin, nach der Wende war ein Dokumentarfilmer aus Potsdam beauftragt)

Publikationen:

  • „Hauszeitschrift“ (Herr Marx besitzt eine Sammlung dazu)
  • Veröffentlichungen in Fachzeitschriften
  • Buch: Prof. Pohl: 150 Jahre Philipp Holzmann AG

Zur Entwicklung nach der Insolvenz

  • Nach der Insolvenz hat ein IT-Spezialist die LARS-Datenbanksoftware sowie die Daten auf eine CD überspielt (auf Bitte von Herrn Marx), der Rechner ist bei den Insolvenzbeamten geblieben.
  • Viele schriftliche Unterlagen über Projekte sowie über 40 Dokumentarfilme wurden entsorgt.
  • Alle Personalunterlagen befinden sich in einem Archiv in der Nähe von Braunschweig.
  • Der Insolvenzverwalter hatte vor, die Fotos zu vermarkten (Prinzip einer Fotoagentur).
  • Die Räumlichkeiten, in denen der Bestand gelagert war, wurden gekündigt. Dann kam der neue Verwalter, der nicht wusste, was er mit dem Holzmann-Bestand anfangen sollte. Die Räume mussten geleert werden und aus diesem Grund sollte alles schnell entsorgt werden.
  • Als Notlösung wurde in Betracht gezogen, dass das Deutsche Museum (München) den Bestand übernimmt. Auf den ersten Versuch von Herrn Marx, den Kontakt mit dem Dt. Museum aufzunehmen, gab es keine Reaktion.
  • Das Institut für Stadtgeschichte Frankfurt a. M. (Stadtarchiv) übernahm einen Teil des Bestandes.
  • Herr Marx nahm Kontakt mit Dr. Stiepelmann vom Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V. auf.  Es wurde die Übernahme des verbliebenen Bildbestandes durch den Verband vereinbart. Die Fotos wurden im Frühjahr 2005 nach Berlin transportiert und im Keller des Verbandes gelagert (wo sich die Fotos jetzt auch befinden).