Bauen im Ausland

Die menschliche Geschichte ist eng mit der Geschichte des Bauwesens verbunden. Anhand der Bauwerke, die die Menschen errichtet haben, erforschen Wissenschaftler seit jeher den Stand der Zivilisation und die Kultur der Völker.

Die Industrielle Revolution ermöglichte im 19. Jahrhundert vielen Unternehmen, mit Hilfe der damals neuesten Technik und innovativer Verfahren Bau-Meisterwerke zu schaffen, die nicht selten geschichtliche Bedeutung gewannen. Zu solchen Unternehmen gehörte die Firma Philipp Holzmann. Im 20. Jahrhundert setzte sie ihre erfolgreiche Entwicklung fort und entwickelte sich zum größten Bauunternehmen Deutschlands.

Seit 2002 ist Philipp Holzmann A.G. in Konkurs geraten. Das Unternehmen existiert heute nicht mehr – es darf aber nicht vergessen werden, dass die Firma Holzmann repräsentativ für die Entwicklung der Bauwirtschaft Deutschlands insgesamt ist.

Der vorhandene Bildbestand kann für die bauhistorische Forschung sehr wertvoll sein. Eine erste derartige Nutzung nach der Insolvenz der Firma erfolgte im Rahmen einer Diplomarbeit am Fachbereich Bauingenieurwesen der FH Potsdam. Sie beinhaltete eine Studie zu innovativen bautechnischen Entwicklungen im Tiefbau, insbesondere in der Entwicklung neuer Grundbauverfahren.
Innovative Techniken im Tief- und Grundbau

Des Weiteren wurden in Projektlehrveranstaltungen am Fachbereich Bauingenieurwesen zu weiteren Themen Bildmaterial aus dem Archiv ausgewertet:
Bauen im Ausland
Bauten der NS-Zeit
Der alte Elbtunnel Hamburg
Die Kongresshalle
Wasserkraftanlage Rincón del Bonete (Uruguay).

Schließlich wurde am Fachbereich Informationswissenschaften eine Bachelorarbeit zum Thema “Philipp Holzmann in Nahost – kulturhistorische Aspekte in der Bilddokumentation des Bauunternehmens” erarbeitet, die auch einen Überblick über sämtliche Holzmann-Projekte im Nahen Osten gibt.
Holzmann in Nahost