Internationales Sportstadion in Riad

Saudi-Arabien, Zentrum der islamischen Welt. Dank scheinbar niemals versiegenden Ölquellen mit unendlichem Reichtum gesegnet, befindet sich das Land im Zwiespalt islamischen Vermächtnis und westlicher Moderne.

In der Hauptstadt Riad verschmilzt technische Innovation mit arabischer Tradition. Mit dem König-Fahd-Stadion, verfügt Riad über ein Stadion gleich einem Amphitheater, als Kulisse international bedeutender Wettkämpfe. Gleichzeitig ist es architektonisches Spiegelbild der hiesigen Gesellschaft. Zentrales Element des Stadions ist der Königspavillon, als Zeugnis der Monarchie. Die filigrane Dachkonstruktion erinnert an die Form von Beduinenzelten, gleichzeitig verdeutlicht sie das Verlangen nach technischer Perfektion.

Der Planungsprozess und die Bauausführung wurden durch die Ansprüche der Königsfamilie geprägt. Das Interesse an höchster Ingenieurkunst und dessen Umsetzung bestätigen das Streben nach baukultureller Anerkennung. Neben der Philipp Holzmann AG waren weltweit renommierte Firmen an dem Projekt beteiligt.

Zu erwähnen sind auch die schwierigen bzw. fragwürdigen Arbeits- und Soziokulturellen Bedingungen unter denen das Stadion erbaut wurde.

Die Weichen für den Wandel wurden bereits in den 70er Jahren unter der Herrschaft von König Faisal, Bruder von König Fahd, gestellt. Er strebte die Realisierung einer modernen Infrastruktur mit westlichem Vorbild an. Zu dieser Zeit entstanden auch die ersten Pläne zum Bau eines repräsentativen Stadions. Zu gleich begannen die Tätigkeiten der Philipp Holzmann AG in Saudi-Arabien. Zu Spitzenzeiten, während des Ölbooms, wurden 1/3 der Bauleistung des Landes durch das Unternehmen ausgeübt. Gleichzeitig bildeten die Arbeiten in Saudi-Arabien 90 % des Ausland-Auftragvolumens der Philipp Holzmann AG.

Der Entwurf des Stadions und dessen Planung sowie Ausführung setzte die Holzmann AG vor große Herausforderungen. Vertraglich war Holzmann daran gebunden, jegliche Änderungswünsche umzusetzen, ohne dabei die vertragliche Ausführungsfrist von 36 Monaten zu überschreiten. Ein gewagtes Vorhaben, das viel Vertrauen in die eigene Firma voraussetzt. Der Bauablauf gliederte sich in drei Teilpakete:

1. Hochtribüne und Sportlerbereiche

Für den Bau der Hochtribüne standen rund 8 Monate zu Verfügung. Diese durften nicht überschritten werden, da sonst mit der Montage des Daches nicht begonnen hätte werden können. Denn bei dem Beginn der Montage des Daches durften keine Kräne im Inneren der Arena sowie im Außenbereich vorhanden sein. Diese hätten bei der Errichtung der Seilkonstruktion und beim Einschweben der Membran störend gewirkt und ein späteres Entfernen wäre nicht mehr möglich gewesen.

 

2. Das Dach

Für den Bau des Daches standen 10 Monate zu verfügung ( ca. 22. bis 29. Monat der gesamten Bauzeit).

 

3. Der Königspavillon

Bei dem Königspavillon ergaben sich im Laufe der Bauzeit noch Änderungswünsche vom Bauherren. Diese sahen eine Erweiterung des Königspavillons vor.

 

Anlagen und Einrichtungen

Gleichzeitig gehörten zur schlüsselfertigen Ausführung die Errichtung der gesamten Außenanlage, inklusive Kraftwerk, einem Wasserversorgungssystem und einer Kläranlage. Auch für die gesamte Einrichtung des Stadions war die Philipp Holzmann AG zuständig.

 

Das Fertige Stadion

Mittlerweile gilt das Stadion als Wahrzeichen von Riad.

 

Komplette Arbeit zum Herunterladen:


Internationales Sportstadion Riad_Philipp Holzmann AG_komplette Arbeit